Reisebericht Komandoo 18.7. – 2.8.2004

Wir flogen mit Edelweiss Air ab Zürich.
Nach 9 Stunden und 25 Minuten äusserst ruhigen Fluges landeten wir, bei sehr bedecktem Himmel, auf Hulule.

Nach den üblichen Einreiseformalitäten und dem Empfang des Gepäckes und der Gepäckontrolle ging es weiter an den Stand von Manta-Reisen, von wo aus wir zum Bus, der uns zum Air-Taxi-Flughafen bringen soll, gewiesen wurden. Das Gepäck in den einen Bus und wir in den nebenstehenden. Kurze Zeit später fuhr der Bus los und brachte uns zum Air-Taxi-Flughafen. Einchecken (Übergewicht wurde uns geschenkt), jedes Gepäckstück bekommt eine Etikette für Komandoo, weil mit dem gleichen Flieger auch die Leute für Kuredu mitfliegen, und dann im Restaurant warten bis unser Flug aufgerufen wurde. Mittlerweile hat es kräftig zu regnen begonnen und wir dachten erst, dass der Flug verschoben werden könnte. Der Regen hörte bald wieder auf und nach einer knappen Stunde Wartezeit sassen wir, glücklicherweise mit dem Gepäck an Board, im Flieger. Der Flug war, wenn man mal vom Motorengeräusch absieht, sehr ruhig. Nach ca. 40 Minuten Landung vor Komandoo. Mit dem Dhoni wurden wir zur Insel gefahren. Am Jetty erwartete uns bereits Melida, die Managerin. Weil mit diesem Flug nur vier Personen aus der Schweiz angekommen waren, begrüsste uns Melida in perfektem Hochdeutsch. Es ging weiter zur Reception, wo wir mit Trommel begrüsst wurden. Nach einer Erfrischung mit Kokoseis, kalten Tüchern, einem kühlen Drink und einer auf das Allerwichtigste beschränkten Erklärung über die Gepflogenheiten auf der Insel bekamen wir den Zimmerschlüssel und der Boy brachte uns zum Bungalow. Wir bekamen einen aus der Dolphin-Reihe, ein wirklich schönes Bungalow, etwa in der Mitte, auf der Ostseite der Insel. Unsere erste "Tat" auf der Insel war diesmal nicht das erste Bad im warmen Meer sondern das Mittagessen. Es war in der Zwischenzeit 13 Uhr geworden und uns knurrte langsam der Magen.

Wetter
Während unseres Aufenthaltes hatten wir, ausgenommen die letzten fünf Tage, sehr durchzogenes Wetter. Es war oft bewölkt und regnete täglich etwas. Nie sehr lange aber manchmal ganz schön heftig. Uns hat es nicht gestört - im Gegenteil! In der Nacht hingegen fiel oft Regen, was bestimmt niemanden wirklich störte. Dann die letzten fünf Tage Sonne pur.

Bungalow
Sehr schön und geräumig. Alle sind baugleich, können sich aber im Innern in den Farben des Holzes etwas unterscheiden. Unserer hatte einen weiss lasierten Holzboden sowie weiss lasierte Holzwände. Die Decke war in naturbelassenem Holz gehalten. Es gibt auch noch welche, die ganz aus naturfarbigem Holz sind, diese wirken jedoch etwas dunkler. Somit waren wir mit unserem äusserst zufrieden. Die Einrichtung ist fast ganz in schwarz und Glas gehalten und besteht aus einem zweitürigen Schrank im welchen der Safe und die Minibar integriert sind. Zwei Tische und komplett 5 Stühlen bieten genügend Platz zum sitzen. Auf einem zusätzlichen, kleineren, runden Tisch steht die Musikanlage. Ein Wasserkocher für Tee und Kaffee ist auch vorhanden. Die Bettwäsche wurde jeden zweiten Tag gewechselt genau wie die Strandtücher. Die Frotteetücher im Bad wurden täglich gewechselt. Der Roomboy kam zweimal täglich zum Reinigen was dazu führt, dass die Bungalows immer blitzblank sind. Was ich an den Bungalows ganz besonders genial fand, dass man vom Bett aus direkt aufs Meer sehen konnte. Das ist ein herrliches Aufwachen, wenn einem praktisch die Sonne ins Gesicht scheint und man schon, kaum hat man die Augen offen, den indischen Ozean betrachten kann!

Um ins Bad zu gelangen, geht es drei kleinere Stufen hinunter. Das Badezimmer ist halb offen, sehr gross mit zwei Einzel-Lavabos, einem kleineren Regal an der Wand, natürlich einer Dusche und der Toilette. Über die ganze Breite der beiden Lavabos ist ein Spiegel angebracht. Haartrockner und Wäscheleine samt den dazugehörenden Klammern sind auch vorhanden.  Aber Achtung, bei Regen wird die Wäsche wieder nass!

Restaurant
Das Restaurant ist sehr geschickt gebaut. Es besteht aus dem "normalen" Restaurant, übrigens auch mit Sandboden, das in einen Nichtrauer und einen Raucherteil unterteilt ist. Dann gibt es einen Teil der "halb draussen" ist d.h. es kann dort bei Bedarf eine Art Schiebetürenwand geschlossen werden, was aber nur bei sehr schlechtem Wetter gemacht wurde. Dann gibt es eine grosse Terrasse von welcher aus man die Fische und Baby-Haie in der Lagune betrachten kann.  Was im Restaurant nicht toleriert wird, sind nasse Kleider sowie Badekleider oder Bikinis. Auch die Herren der Schöpfung dürfen zum Essen nicht mit nacktem Oberkörper erscheinen. Das Essen auf Komandoo ist spitzenmässig. Auch der heikelste Gast wird immer etwas finden das ihm schmeckt. Vom Hamburger über Schwedenfilets bis hin zum Filet Wellington wurde so ziemlich alles geboten. Entgegen anderen Reiseberichten hatten wir drei mal täglich Buffet und nie Tischservice. Es gibt drei Tische, der eine mit Vorspeisen, der nächste mit den Hauptspeisen und auf dem dritten werden die Nachspeisen angeboten. Allen Dessertliebhabern sei gesagt, es besteht durchaus die Gefahr, dass bei der Rückreise die Kleider etwas "eingelaufen" sein könnten. Die Kellner sind alle sehr flink und äusserst nett. Riza, einer der Kellner, spricht etwas deutsch und wir mussten deswegen immer wieder Lachen. Manchmal brachte er sein ganzes Deutsch-Repertoire, ob es dann zur Situation passte oder nicht. Der Mann ist echt ein riesiger Schatz und immer zu einem Spass aufgelegt.

Bar
Auch in der Bar ist Sandboden und die "Barmänner" sind auch nett. Silva ist ein geschickter Verkäufer. Es kann schon mal sein, dass sein Verkaufstalent dazu führt, dass man mal einen über den Durst trinkt. Hier hatten wir das sprichwörtliche "Haar in der Suppe" gefunden. Die Getränke sind, ausser natürlich das Bier, nicht aus dem Kühlschrank und werden mit Eiswürfeln gekühlt, was durch die Menge des benötigten Eises, die Getränke etwas verwässert. Drinks mit Fruchtsäften werden – leider – nicht mit frischen Fruchtsäften zubereitet, wie wir das von anderen Inseln her kennen. Es werden ausnahmslos Säfte aus Tetrapackungen verwendet was, unseres Erachtens, den Geschmack der Drinks nicht so gut rüberkommen lässt wie mit frischen Säften. Dies ist aber unsere ganz persönliche Meinung und in keinster Weise als Kritik zu verstehen!!!

Tauchschule
Tom und Barbara leiten die ProDivers Schule ausgezeichnet und sind auch wahnsinnig nett. Sie werden von Sabine und Darren unterstützt. Wir hatten einen Schnuppertauchgang gebucht und hatten eigentlich vor den OWD zu machen. Barbara war unsere Begleitung beim Schnuppertauchen. Da mir eine Erkältung, die ich zuhause noch eingefangen hatte noch zu schaffen machte, hatte ich mit einem Ohr Probleme und musste nach etwa 3, 4 Metern Tiefe abbrechen.  Aufgeschoben ist jedoch nicht aufgehoben. Ich versuche es jedenfalls wieder, denn es ist wirklich ein tolles Gefühl so schwerelos unter Wasser die Fische betrachten zu können. Im Tauchshop findet man übrigens viele nützliche Dinge wie Tauchbrillen, Shirts etc.

Riff
Komandoo kann komplett umschnorchelt/umtaucht werden. Wobei festzuhalten ist, dass das Riff auf der Ostseite etwas wenig Fische hat. Trotzdem haben wir dort riesige Papageifische, Gelbklingendoktorfische etc. gesehen. Bereits in der Lagune hielten sich sehr viele Sandrochen und Blaupunktrochen in diversesten Grössen auf. Baby-Haie gab es mindestens 12 Stück, die einem zum Teil sogar zwischen den Beinen durchgeschwommen sind. Igelfische, Maskenigelfische, Kofferfische und Schildkröten sind dort nicht selten und sogar einen Octopus haben wir auf dieser Seite angetroffen. Aber im Verhältnis zur anderen Riffseite wirklich eher wenig Fische. Auf der Westseite hat es enorm viele Schwarmfische. Ein Tipp, unter dem Jetty auch mal vorbeischauen! Nebst Adlerrochen, Schildkröten, Langusten, und auch hier wieder Igelfischen hat es grosse Schwärme von Doktorfischen jeglicher Art. Ein Schriftfeilenfisch hatten wir sogar vor die Linse bekommen, Was noch zu erwähnen wäre ist, dass diese Seite ziemlich strömungsreich ist. Es lohnt sich jeweils zu kontrollieren, wie die Strömung läuft und entsprechend beim richtigen Riffausgang einzusteigen damit man sich von der Strömung treiben lassen kann. Im Zweifelsfall gibt die Tauchschule gerne Auskunft.

Inselshop
Auf Komandoo gibt es einen Inselshop mit integriertem Juweliergeschäft. Auch Internetservice und diverseste Geschenkartikel werden angeboten. Sollte mal jemand Lust auf Chips oder dergleichen bekommen, findet man dies auch im Shop.

Fazit
Komandoo ist eine ganz tolle Insel mit einer super Managerin, tollem Essen und vielen unermüdlich fleissigen Boys, die sich um das Wohl der Gäste kümmern. Wir jedenfalls können Komandoo uneingeschränkt weiter empfehlen und wünschen allen künftigen Komandoo-Urlaubern einen gleich tollen Urlaub, wie wir ihn verleben durften. Komandoo hat uns bestimmt nicht zum letzten mal gesehen. So eine Trauminsel muss man einfach wieder besuchen.

komandoo juli 2004 – text & fotos: ® ruth und wolfgang

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